Demo für einen neuen Steg

Der Vorstand des Elternbeirats des Johannes-Kepler-Gymnasiums hatte am Samstag den 16.05.2020 zur Demo alle Reutlinger Bürger, Schüler, Eltern, Lehrer und Stegnutzer aufgerufen.

An der Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die bei unserer Plakat- und Unterschriftenaktion „Pro Steg“ dabei waren. Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden und haben mit über 500 Unterschriften im Zeitraum von nur drei Stunden unser Ziel, was die Zahl der Unterstützer anbelangt, erreicht. Bei den Plakaten der Schüler waren einige sehr kreative Vorschläge zur Neugestaltung des Stegs dabei. Bilder von der Demo sowie eine Auswahl der Plakate haben wir in der beigefügten Collage zusammengestellt.

 

Sehr überrascht waren wir von der Resonanz, die unsere Aktion bei den Anliegern der angrenzenden Wohngebiete gefunden hat. Viele, vor allem ältere, teils auch behinderte Bürger kamen, viele hatten ein eigenes kleines Plakat nur mit „Ja“ oder „Steg!“ dabei. Diese Personen haben auch bewusst das Gespräch mit uns gesucht und waren froh, dass wir uns an die Öffentlichkeit gewandt haben. Vor allem die älteren Leute haben betont, wie wichtig für sie ein neuer Steg, möglichst mit einer behindertengerechten Rampe, ist.

Uns ist bei den Gesprächen auch aufgefallen, dass viele Anwohner bis heute ganz selbstverständlich davon ausgegangen sind, dass ein neuer Steg gebaut wird. Dass die Alternative ebenerdige Überquerung zwischenzeitlich wohl von der Mehrheit der Fraktionen bevorzugt wird, war den meisten gar nicht bewusst.

42 Jahre Steg ist Geschichte

Am 19.05.2020 stimmte die Mehrheit des Gemeinderats gegen die Planungen für einen neuen Steg. Der Fußgängersteg, den viele Schüler und Bürger in den letzten Jahren genutzt haben, soll im Herbst abgerissen und nicht mehr ersetzt werden. Die Fraktionen der SPD und WiR waren für einen neuen Steg. Da die Grünen und CDU nun einen Richtungswechel in Sachen Steg eingeschlagen haben, gaben diese Stimmen den Ausschlag, gegen den Neubau. Auch konnte der Einwand des stellvertretenden Tiefbauamtsleiter gegen eine ebenerdige Querung nicht überzeugen, die er als „weiterhin nicht empfehlenswert!“ bezeichnete.

Ein wesentliches Argument, welches während der Sitzung gefallen ist, seien die angeblich hohen Kosten für den Neubau. Jedoch wurde nicht erwähnt, wieviel die Kosten für eine ebenerdige Querung betragen werden und dass der Elternbeirat in einem Schreiben auf günstigere Varianten für den Bau eines neuen Stegs hingewiesen hat.

Der Vorstand des Elternbeirats des Johannes-Kepler-Gymnasiums hatte Herrn Keck vor der Gemeinderatssitzung die gesammelten 550 Unterschriften überreicht. Und auch wenn unser OB sich als Brücken-Fan geoutet hat, konnte leider kein Votum für einen neuen Steg erreicht werden.

Übergabe der Unterschriften durch Dr. Regine Kiesecker an OB Thomas Keck am 19.05.2020